Holzkastenbau

Im vergangenen Winter ist die Nordzufahrt zum Schloss Wartenfels ins Rutschen geraten. Dabei ist auch die Strasse auf einer Länge von rund 80 m abgerutscht. Ursache dafür dürften die geologischen Gegebenheit sein. Der untief anstehende Opalinus-Ton wirkt als Wasserstauer, so dass die aufliegende Lockergesteinsbedeckung bei Wassereintritt auf einer Art Schmierschicht abgleiten kann.
Die Sanierung und Instandstellung der Strasse erfolgt mit sogenannten Holzkastenbau. Dabei wird mit Hilfe einer Holzkonstruktion der Unterbau der Strasse gestützt. Besonders wichtig ist dabei, dass die Grundschwelle in festem Boden, also unter der wasserführenden Schicht, in diesem Falle im Doggerfels zu liegen kommt. Diese Grundschwelle wird in jedem Falle mit einer Trainage – Leitung verlegt, so dass eindringendes Wasser abgeführt wird.
Gemäss Projekt werden im vorliegenden Falle rund 110 m3 Holz verbaut. Das Holz verfault dabei nicht weil es mit dem umliegenden stark Tonhaltigen Material aufgefüllt wird. Dieses Material wird stark verdichtet, so dass das Holz luftdicht abgeschlossen ist. Dadurch wird der Zersetzungsprozess des Holzes unterbunden und die Konstruktion wird während Jahrzehnten ihren Dienst erfüllen.
Mit dem beiliegenden Video, welches mit der GoPro von unserem Forstwart Sämi Vögeli erstellt und bearbeitet wurde, kann der Kastenbau anschaulich verfolgt werden.